„Literatur am Apian“ – seit über 15 Jahren hat sich dieses Motto im Jahresbericht unserer Schule zu einem Markenzeichen entwickelt. Hier werden Veranstaltungen dokumentiert, die den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe, aber auch in der Unter- und Mittelstufe, die Welt der Literatur – oder auch die Welt durch das Medium der Literatur nahe bringen wollen.
Volker Braun und Arnold Stadler, Rolf Hochhuth und Patrick Roth, Willi Fährmann und Elisabeth Zöller sind nur einige der Autorinnen und Autoren, die am Apian-Gymnasium zu Lesungen eingeladen waren. Ermöglicht wurde dies durch die „Ingolstädter Literaturtage“, durch die Reihe „Kirche und Literatur“, aber besonders auch durch das Engagement der Fachschaft Deutsch.
Ein Höhepunkt war auch die Lesung des ehemaligen Apian-Schülers Rüdiger Woog, der aus seinem ersten Roman vor der 12. Jahrgangsstufe las.
Externe Partner des kulturellen Lebens werden so mit der Schule und der Welt der Schüler in Beziehung gebracht. Kontakte werden geknüpft, und die scheinbar so elitäre Welt der Literatur wird buchstäblich begreifbar. Wenn nach der Lektüre eines Theaterstückes, z. B. „Richard III.“ von William Shakespeare, auch noch die Aufführung am Theater Ingolstadt besucht und in einem „Theatercafé“ am Apian mit Regisseur Peter Rein und der Hauptdarstellerin nachbereitet und im Detail diskutiert werden kann, wird auch ein „Klassiker“ lebendig. Ähnliches geschieht, wenn der LK Deutsch nach Weimar und Buchenwald fährt und die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen durch kreative Schreibprozesse sprachlich bearbeiten.
„Literatur am Apian“, das soll Literatur in die Schule bringen. Andererseits aber sollen diese Veranstaltungen den Schülerinnen und Schülern auch die Gelegenheit bieten, sich und eigene Erfahrungen durch kreative sprachliche Prozesse auszudrücken. Eine anspruchsvolle und schöne Aufgabe, die sich hinter dem Motto „Literatur am Apian“ verbirgt, eine Herausforderung für Schüler und Lehrer, aber manchmal auch für das „System Schule“ insgesamt!
StD Andreas Betz




