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„Einfach clever lernen“

Elternseminar am 16. Oktober 2018 am Apian-Gymnasium

Auf Einladung des Elternbeirats hielt Frau Dagmar Bahners, Lerncoach von dem Verein Stadt/Land/Schule e.V., im vollbesetzten Musiksaal ein Seminar mit dem Thema „Einfach Clever Lernen.“
Nach einer kurzen Vorstellung ihrer Person zeigte Frau Bahners ein Youtube Video mit einem kleinen Jungen, der vor einem Arbeitsblatt sitzt und nicht so ganz einsieht, warum er Rechnen lernen soll, da er doch eigentlich Baggerfahrer werden will.
Frau Bahners gab an, dass das Ziel des Vortrags sei, Hilfestellung zu geben, um die Kinder bestmöglich auf die sich ständig wandelnde Arbeitswelt vorzubereiten. Wichtig sei dabei, dass die Kinder sich das Wissen selbständig erschließen. Sie sollen lernen, sich die richtigen Hilfsmittel zu holen, die Information zu selektieren und auch ganz wichtig, selbst aus Fehlern lernen.

Elternseminar "Einfach clever lernen"zoom
Elternseminar "Einfach clever lernen"zoom
 

Sie erklärte dann, wie die Aufnahme von Wissen funktioniert und erläuterte die Arbeitsweise des Gehirns. Hier wurden das sensorische Gedächtnis, das Arbeitsgedächtnis und das Langzeitgedächtnis angesprochen.

Als Hilfen beim Lernen wurden genannt: 

  • Positive Emotionen, also z. B. stressfreies Lernen
  • alle Sinne sollten angesprochen werden (z. B. selbst die Sachen schreiben, Bilder zeichnen oder Bilder dazu sehen, nachsprechen)
  • Geschichten: Diese Arbeitsweise wurde schon von Urvölkern benutzt, da Erfahrungen in Geschichten verpackt weitergegeben wurden. Auch heute passiert dies. Das bekannteste Beispiel dafür ist „die Sendung mit der Maus.“

Betont wurde auch immer wieder, wie wichtig Wiederholungen sind, um so eine große Merkfähigkeit und ein Abspeichern im Langzeitgedächtnis zu erreichen. Angesprochen wurde auch, wie wichtig Lernroutinen sind, z. B. ein ordentlicher aufgeräumter Arbeitsplatz.
Desweiteren soll sich das Kind von unwichtigen Sachen befreien (dies erreicht man z. B. dadurch, dass das Kind kurz aufschreibt, was es nach dem Lernen noch erledigen will) und sehr wichtig sind auch feste Lernzeiten zum Wiederholen. Dies sollten aber nicht mehr als ca. 2 – 3 Fächer am Tag sein, sonst wird es zu viel.

Weiter ging es mit konkreten Lernsituationen:

1. Die Aufschieber
Als Tipp gab die Referentin an, dass man entsprechende to-do-Listen anfertigt. Diese sollen die Kinder dann sukzessive, wenn sie Arbeiten erledigt haben, durchstreichen, da sie dadurch merken, wie sich der Lernstoff verringert.
Alternativ kann man mit Karteikarten arbeiten, um so kleinere Lerneinheiten zu erhalten. Sie verwies auf den Leitner Algorithmus. Dies ist auch digital zu erreichen, z. B. über Quizlet, Capra oder Brainyoo.

2. Unkonzentrierte Kinder
Die Konzentrationsfähigkeit schwankt je nach Alter. Im Alter von 5 – 7 Jahre können sich Kinder bis zu 15 Minuten konzentrieren, im Alter von 7 – 10 Jahren bis zu 20 Minuten, bei 10 – 12jährigen bis zu 25 Minuten und bei 12 – 16jährigen bis zu 30 Minuten.
Wichtig wäre eine absolute Ruhe beim Lernen, wobei es immer auch Ausnahmen gibt, bestimmte Lerntypen können z. B. gut bei Musik lernen.
Auch die innere Ablenkung, d. h., dass die Gedanken abschweifen, sollte man in Griff bekommen. Hier gab sie den Tipp, dass die Kinder wie ein Reporter agieren, d. h., alles kommentieren, was sie gerade erledigen, also z. B. ich setze mich jetzt an den Schreibtisch, hole mein Hausaufgabenheft heraus, schlage Seite 3 des Buchs auf…. Bereits nach kurzer Zeit fokussieren sich dann die Kinder wirklich nur noch auf die wesentlichen Aufgaben.
Ein weiterer Tipp war, mit einem Küchenwecker zu arbeiten, die sogenannte Pomodoro Technik. Je nach Alter wär nach einem zeitlichen Rahmen zu arbeiten, z. B. bei 10 – 12jährigen 25 Minuten, dann 5 Minuten Pause und dann entsprechend weiterarbeiten. Nach dieser Technik nutzt dann das Kind die perfekte zu ihm passende Konzentrationszeit.

3. Unstrukturierten Kindern (Chaoten)
Hier empfahl die Referentin die Erstellung einer Mindmap. Die Kinder lernen zu sortieren und können strukturierter arbeiten. Desweiteren haben sie mit Hilfe der Mindmap alles auf einen Blick und haben somit einen besseren Zugang zum Thema.

4. Kinder, die „keinen Bock“ haben
Frau Bahners gab an, dass es wichtig sei, die Kinder zu motivieren und diese Motivation durch Erfolge erfolgt. Sie verwies auf Belohnungssysteme, z. B. Punkte sammeln. Bei diesem Belohnungsplan gab sie an, dass dieser aber nur vereinzelt eingesetzt werden sollte, da er ansonsten an Werthaltigkeit verliert. Auch sollte nicht mit Süßigkeiten belohnt werden, sondern z. B. beim Sammeln einer gewissen Anzahl von Punkten eine gemeinsame Aktivität, z. B. Kinobesuch, Eis essen etc. als Belohnung anstehen.
Desweiteren verwies sie auf Online-Übungen, hier können Kinder auf spielerische Art lernen, selbst Punkte zu erlangen. Sie werden, wenn sie Aufgaben gelöst haben, entsprechen gelobt und lernen selbständiges Arbeiten. Lob und Anerkennung spielen also eine sehr wichtige Rolle.

5. Kinder, die die Aufgaben nicht verstanden haben
Hier verwies sie darauf, dass die Kinder lernen sollten, auf andere Quellen zurückzugreifen, damit sie dadurch eine andere Perspektive auf den Lernstoff haben. In der heutigen Zeit bietet das Internet viele Möglichkeiten an, sich weiterzubilden. Sie nannte Wikipedia. Für Jüngere bieten sich auch Youtube Videos an. Sie verwies allerdings darauf, dass diese Lernvideos nicht immer von Fachleuten überprüft und ablenkende Werbeeinspielungen vorhanden sind. Die Alternative wären daher kostenpflichtige digitale Lernplattformen. Hier sollte man sich zusammen mit dem Kind verschiedene im Rahmen eines Probeabo anschauen. Der Vorteil ist, dass keine Werbung vorhanden ist, der Nachteil, dass diese Lernplattformen kostenpflichtig sind.

Frau Bahners nahm sich auch nach dem Vortrag noch Zeit, Fragen der Eltern zu beantworten.
Wir bedanken uns im Namen der Eltern und des Elternbeirats - auch durch die Übergabe eines kleinen Geschenks - bei Frau Dagmar Bahners für den sehr interessanten und aufschlussreichen Vortrag und bei Herrn Syma, unserem Hausmeister, dass er trotz der späten Stunde und seinem wohlverdienten Feierabend sich die Zeit für das Auf- und Abschließen des Saales nahm.

Dagmar Schreiber-Hiltl
EB-Vorsitzende

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