Schattenbeet mit gemauerter Steineinfassung und Halbschattenbeet mit Rundhölzern
Unterschiede von Lebensraumbedingungen und verschiedene Materialien zur Beeteinfassung waren Thema bei der Anlage von einem Schattenbeet auf der Nordseite unserer Gartenhütte und einem Halbschattenbeet am Eingang zum Garten neben unserem Kompostplatz. Die Pflanzenauswahl erfolgte nach den Lichtverhältnissen und der Bodenbeschaffenheit an den jeweiligen Standorten. Dabei sollte vermittelt werden, dass Pflanzen unterschiedliche Bedingungen benötigen, um zu gedeihen. Das Schattenbeet wurde mit einer kleinen halbrunden Mauer aus Quadersteinen und Mörtel eingefasst und anschließend mit Erde befüllt und bepflanzt. Das andere Beet wurde mit Rundhölzern eingefasst, die wir aus dem Wintersturmholz in passende Längen zersägt hatten.
Obst-Naschgarten
Herr Zeller vom Vivarium hatte bereits im Herbst zwei Maulbeerbäume organisiert, von denen einer Platz in der Blumenwiese fand und der andere jetzt im Obst-Beet. Dieses Jahr konnten wir die ersten vereinzelten Früchte ernten. .
Die Obststräucher, die wir letztes Jahr gepflanzt hatten, sind sehr gut angewachsen und tragen schon jede Menge erste Früchte zum Naschen:
- Rote und gelbe Himbeeren
- Rote, schwarze und weiße Johannisbeeren
- Zwei Kiwis
- Blaubeeren
- Apfelbeere
- Stachelbeeren Erdbeeren
Kunstprojekt „Feuerwerk-Mosaik“
Das Mosaik wurde nun fertiggestellt.
Solar-Bewässerungssysteme für unsere Hochbeete
Nachdem uns die neuen Bewässerungsanlagen die Gießarbeit in den Sommermonaten sehr erleichtern, wurden sie im Frühjahr wieder mit Freude installiert. Im Herbst mussten die 4 Anlagen abgebaut und frostfrei überwintert werden. Es handelt sich hierbei um eine Tröpfchenbewässerung, die mittels eines Solarmoduls klimaneutral betrieben wird. Bewässert wird zweimal täglich, morgens und abends, die Bewässerungsdauer kann an die klimatischen Verhältnisse manuell angepasst werden.
Viel Spaß bei den Herbstarbeiten
Zu Beginn jedes Schuljahres haben wir immer sehr viel Spaß im Garten mit den Herbstarbeiten. Wir bauen große Laubhaufen zum Springen und bei den Schubkarrenfahrten mit Laub und Ästen versucht jeder auf dem Rückweg einen Platz in der Karre zu ergattern. Wir üben den Umgang mit einem elektrischen Häcksler und verbessern mit dem Häckselgut die Zusammensetzung in unserem Kompost. Wir spannen ein Netz über die beiden Teiche, damit nicht zu viel Laub hineinfallen kann, was zur Verschlammung führen würde. Wir flechten abgeschnittene Weidenruten in den Pavillon und in den Zaun, sammeln Herbstfrüchte zum Essen oder zum Basteln wie Haselnüsse, Walnüsse und Lärchenzapfen. Und wir setzen Blumenzwiebel für eine bunte Frühlingswiese im nächsten Jahr. Wir hatten leider auch Regentage und so wurde in der Werkstatt gesägt und gebastelt. Aus gepressten Blättern stellten die Kinder wunderschöne Tierbilder, Geschenkkarten und Lesezeichen her.
Kürbisfest mit Hexensuppe
Leider hat uns dieses Jahr das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und so wurde die Kürbissuppe in der Werkstatt auf einer Herdplatte erwärmt und dort verspeist. Danach wurden wieder wunderschöne Kürbisse für Halloween geschnitzt. Mit einem Quiz lernen die Schülerinnen und Schüler die vielfältigen essbaren Kürbisse kennen und von den Zierkürbissen zu unterscheiden.
Winter im Schulgarten
Wenn es das Wetter zulässt, gehen wir auch im Winter raus in den Garten und beobachten, was sich zum Beispiel im Wildbienenhotel so alles tut. Meist sind schon einige Gäste ins warme und geschützte Überwinterungsquartier eingezogen. Ohne das Laub sehen wir manchmal unser Eichhörnchen auf der Suche nach Nahrung in seinen Verstecken. Wir können beobachten, was Pflanzen im Winter machen: Stauden sind jährlich wiederkehrende Pflanzen, die im Winter ihre Blätter vollständig einziehen und erst im Frühjahr wieder austreiben, einjährige Blumen sterben im Winter ab, immergrüne Pflanzen wie unser Kirschlorbeer sind - wie der Name schon sagt - auch im Winter grün, während Laubgehölze wie unser Birnbaum oder die Hasel ihre Blätter im Winter abwerfen. Im Totholzhaufen überwintert ein Igel und viele nützliche Insekten. Und wenn Schnee und Eis liegt, bauen wir etwas oder suchen besondere Fotomotive. Wenn es uns zu kalt oder zu nass wird, gestalten wir drinnen Kreatives mit Naturmaterialien für die Adventszeit und den Weihnachtsbasar.
Plätzchen backen im Advent
Auf großen Wunsch der Freitagsgruppe haben wir im November einen Tag in der Schulküche verbracht und sehr leckere Plätzchen gebacken. Da einige Schülerinnen und Schüler tolle Rezepte mitgebracht haben, ist eine richtig große Auswahl zusammengekommen.
Lustige Gefäße für Hauswurz & Co
Mit den pflegeleichten Hauswurzarten und ein paar Frühjahrsblühern bepflanzen wir alte Schuhe, Backformen, kleine Holzkisten, Tassen, Kannen und Kochtöpfe. Ein altes bepflanztes Fahrrad kann auch bewundert werden.
Brotzeit im Schulgarten
Die gemeinsame Brotzeit ist zum festen Bestandteil unserer Treffen geworden. Wir genießen unseren Apian-Honig, selbstgemachte Marmeladen, vor Ort zubereitete Aufstriche mit frischen Kräutern aus dem Garten, Äpfel von der Apfelspirale oder Waffeln im Garten. Im Hochsommer gibt´s zur Abkühlung auch mal ein Eis.
Teichmolch, Bergmolch und Libellen unter Artenschutz!
Artenschutz wird bei uns großgeschrieben. Die bedrohten Amphibien und Insekten haben in unserem Garten ein Zuhause gefunden und entwickeln sich jedes Jahr sehr gut. Durch behutsame Pflege des Gewässers erhalten wir diesen Lebensraum und versuchen, ihn stetig zu verbessern, z. B. mit der Entnahme von Algen und überschüssigem Schlamm oder durch Einbringen von Wasserpflanzen, die die Wasserqualität verbessern. Mit großer Spannung und Vorfreude erwarten unsere Schülerinnen und Schüler im Frühjahr das erste Erscheinen der Molche, die sich zahlreich zur Paarung im Gewässer einfinden. Behutsame Entnahme einiger Tiere und deren Beobachtung gehört zu den Highlights im Schulgarten. Seit einigen Jahren hat sich neben dem häufig vorkommenden Teichmolch auch der seltenere Bergmolch angesiedelt, was uns natürlich sehr erfreut.
Bei den Libellen finden wir im Gewässer sowohl die Larven der Kleinlibellen als auch die der Großlibellen. Sie bleiben einige Jahre im Gewässer und häuten sich mehrmals, bis sie dann die letzte Häutung an einem Pflanzenstängel vollziehen, um als ausgewachsene Libelle davonzufliegen. Diese Häute, sogenannte Exuvien, kann man gelegentlich an Schilf oder anderen Gewässerrandpflanzen entdecken. Die Larven fressen u. a. Mückenlarven und sind uns auch deshalb sehr willkommen.
Die Teichlinse – die kleinste Pflanze der Welt!
Die Teichlinse ist eine Schwimmpflanze und verhindert zu starkes Algenwachstum im Teich. Die kleine Wasserlinse vermehrt sich ungeschlechtlich durch Sprossung. Im Herbst speichert sie Stärke, um dann zur Überwinterung auf den frostfreien Grund abzusinken. In der Umgangssprache nennt man sie auch „Entengrütze“, weil sie sehr gern von Enten gefressen wird. Außerdem erfreuten wie uns an der wunderschönen Zwergseerose, die sich in unserem Feuchtbiotop neben dem Froschlöffel gut ausgebreitet hat.
Schmetterlinge, Wildbienen und andere Nützlinge
Eine Vielzahl von Schmetterlingen findet sich jedes Jahr im Garten ein: das Tagpfauenauge, der Kohlweißling, der Admiral, der Zitronenfalter oder der kleine Fuchs, um nur einige zu nennen. In einem unserer Wildbienen- und Nützlingshotel gibt es eine herausnehmbare durchsichtige Schublade. Dort können wir beobachten, wie die Röhren im Holz genutzt werden: zur Eiablage der Roten Mauerbiene, zum Unterschlupf bei Regen oder Kälte oder zum Überwintern. Das ist sehr interessant, jedes Mal nachzuschauen, was sich dort Neues tut.
Futterquelle fürs Vivarium
Gemeinsam mit dem Vivarium kümmern wir uns um den Anbau und die Pflege von Futterpflanzen für die Tiere, z. B. eine dornlose und immergrüne Brombeere, deren Blätter ganzjährig verfüttert werden können, die Blätter der Kratzbeere und ganz neu die Blätter unserer Maulbeerbäume.
Gemüse- und Kräuternaschgarten im Hochbeet
Dieses Jahr haben wir uns für den Anbau von Minigurken, Kapuzinerkresse und verschiedenen Kräuter wie Salbei, Petersilie, Schnittlauch, Zitronenmelisse, Rosmarin, Lavendel entschieden, die unsere Schulgarten-Brotzeit bereichern sollen.
Fotos:
33 Erde für die Hochbeete
34 Hochbeete
Innenhofgarten am Lehrerzimmer
An zwei Terminen haben wir uns darum gekümmert, den überwucherten Innenhofgarten am Lehrerzimmer wieder in Schuss zu bringen. Unwillkommene Wucherpflanzen wie die Ackerwinde oder große Distelkolonien wurden unter tatkräftigem Einsatz entfernt und das eigentliche Staudenbeet wieder freigelegt. Ein wenig Rindenmulch zwischen den Pflanzen und den schönen großen Findlingen gaben dem Beet wieder ein schönes Aussehen. Als Dankeschön überraschte Frau Schall die Schülerinnen und Schüler an einem Fensterkiosk mit Süßigkeiten und selbstgemachter Limonade.
Grünes Klassenzimmer und Projekttag
Wir freuen uns sehr, dass das Grüne Klassenzimmer vom Kollegium reichlich genutzt wird. Am meisten freuen sich natürlich die Schülerinnen und Schüler, wenn sie an heißen Tagen Unterricht in der grünen Oase haben können. In Zusammenarbeit mit der Fachschaft Biologie beteiligt sich der Schulgarten am Projekttag für die 6. Klassen mit einem Workshop zum Thema Artenvielfalt und Biodiversität.
Sommerfest
Auch dieses Jahr hatten wir Glück mit dem Wetter und die Schulgarten-Lounge mit gemütlichen Sitzplätzen im Grünen als Ruhezone abseits vom großen Trubel fand wieder großen Anklang. Die Kinder konnten bei uns die Molche hautnah beobachten oder auch mal auf die Hand nehmen.
Abschlussfeier
Zum Abschluss des Schulgartenjahres treffen wir uns nach Schulschluss im Garten zum Chillen und Eis essen. Nach so viel Arbeit darf der Garten nun ausgiebig genossen werden.