07.01.2026
Seit 20 Jahren ist Gilbert Monnier ein fester Bestandteil des Ingolstädter Christkindlmarkts – und eine echte Frohnatur. Der 67-jährige Franzose aus Ingolstadts Partnerstadt Grasse hat dabei bereits Unmengen von Crêpes für alle gebacken und das immer mit einem herzlichen „Bonjour!“ und einem Lächeln auf den Lippen.
Besonders freut er sich jedes Jahr auf die Schulklassen, die ihn gerne vor Weihnachten besuchen und mutig ihre Crêpes auf Französisch bestellen: «Une crêpe, s’il vous plaît!». Doch in diesem Jahr wurde der Austausch noch persönlicher: Monnier folgte einer Einladung an unser Apian-Gymnasium, um dort hautnah von seiner Leidenschaft und seinem Werdegang zu berichten.
Am Freitag vor den Weihnachtsferien besuchte Maître Gilbert die Klasse 11ae unter der Leitung von Französischlehrerin Frau Rackl – und brachte ein Stück französischer Kultur mit. Die Schülerinnen und Schüler lauschten gespannt, als er über das Leben in Frankreich, seine Heimatregion Bretagne, die Tradition des Crêpes-Backens und seine Zeit in Ingolstadt sprach. Besonders stolz zeigte er sich über die generationsübergreifenden Kontakte zu Ingolstädter Schulen: „Ich habe inzwischen Generationen von Schülerinnen und Schülern erlebt“, verriet er schmunzelnd.
Doch nicht nur Sprache verbindet: Schulleiter Alfred Stockmeier überreichte Maître Gilbert zur Begrüßung ein Glas Apian-Honig – produziert von unseren schuleigenen Bienen – als süßes Willkommensgeschenk. Außerdem durften wir den Crêpes-Experten mit einer lokalen Besonderheit überraschen: Weißwürste mit Brezen und einem alkoholfreien Weizenbier.
Der Besuch klang dann musikalisch aus: Gemeinsam stimmten alle ein französisches Geburtstagsständchen für einen unserer Schüler an. Für die Schülerinnen und Schüler war der Vormittag mehr als nur eine Unterrichtsstunde: Es war eine Begegnung mit einem Stück lebendiger französischer Kultur, serviert mit Humor, Herz – und dem Duft frischer Crêpes.
Auf die Frage, ob er noch lange auf dem Christkindlmarkt dabei sein werde, antwortet Monnier mit einem entschiedenen „Oui!“. Und wer weiß: Vielleicht führt der nächste Schulbesuch ja wieder ans Apian?
Fotos: Harald Kneitz und Christine Rackl
OStRin Christine Rackl