22.03.2026
Am Dienstag, den 17.03.2026, machten sich die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen mit vier Bussen auf den Weg nach Regensburg, um mehr über das jüdische Leben im Mittelalter und in der Gegenwart zu erfahren.
Ein Teil der Gruppe besuchte zunächst die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Regensburg. Dort wurden die Jugendlichen vom Rabbi empfangen und in den hellen Hauptraum geführt. Sofort fiel der Blick auf zwei große Türen, auf denen hebräische Wörter zu lesen waren. Dahinter verbirgt sich der Toraschrein, in dem die Torarolle aufbewahrt wird. Diese entsteht in aufwendiger Handarbeit und wird nur zu Gottesdiensten hervorgeholt. Auch wenn die Türen und der Schrein verschlossen blieben, erhielten die Schülerinnen und Schüler durch eine Nachbildung einer Torarolle sowie eine kurze Lesung auf Hebräisch einen anschaulichen Eindruck davon, was sich dahinter verbirgt. Mit etwas Kombinationsgeschick gelang es den Klassen sogar, die Bedeutung der hebräischen Schriftzeichen zu entschlüsseln: Sie stehen für die Zehn Gebote.
Bei der anschließenden Stadtführung erfuhren die Jugendlichen mehr über das jüdische Leben im mittelalterlichen Regensburg. Besonders im Gedächtnis blieben dabei alte jüdische Grabsteine in Hausfassaden sowie die Stolpersteine, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.
Nach diesen vielfältigen Eindrücken blieb noch Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor die Gruppe mit vielen neuen Einblicken in das jüdische Leben die Heimreise antrat.
Linda Lederer, StRin