Spanien-Austausch nach Granada im Rahmen von Erasmus+

11.05.2026

Vom 12.-19. April 2026 verbrachten wir 20 Spanischlernende der 10. und 11. Klassen - eine Woche bei unseren spanischen Austauschpartnern in der wunderschönen andalusischen Stadt Granada.

Der Austausch fand im Rahmen von Erasmus+ statt und wurde von Frau Kulzer und Frau Stengel begleitet und organisiert. Unter dem Motto „Austausch geht durch den Magen“ beschäftigten wir uns mit kulturellen, geschichtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten der Ernährung in Andalusien und Deutschland, aber auch generell in der EU.

Am Sonntag landeten wir nach einem reibungslosen Flug gegen Abend in Malaga. Von dort aus ging es mit dem Bus nach Granada, wo wir endlich unsere Austauschpartner und deren Familien kennenlernen durften. Den Tag ließen wir dann entspannt bei den Familien ausklingen, die uns meist königlich (wenn auch nach spanischer Manier sehr spät) bewirteten.

Am Montag wurden wir an unserer Austauschschule empfangen und durften in den Unterricht hineinschnuppern. Anschließend ging es zu Fuß ins historische Stadtzentrum. Dort erkundeten wir die Gegend mithilfe einer kleinen Stadt-Rallye und erhielten dann bei einer Führung auf Spanisch ausführlichere Informationen zu Geschichte, Architektur und Gastronomie der Stadt. Nach einer Mittagspause auf der Plaza del Ayuntamiento folgte ein herzlicher Empfang im Rathaus. Und um den Tag gebührend abzurunden, wurden während der Freizeit am späten Nachmittag noch Churros probiert!

Im Rathaus von Granada
Im Rathaus von Granada

Am Dienstag stand Granadas Wahrzeichen auf dem Programm: die Alhambra. Die arabische Palaststadt mit ihren Höfen, Gärten, Türmen und Palästen ist ein beeindruckendes Zeugnis der maurischen Vergangenheit. Zunächst führte uns ein Experte durch die Gärten des Generalife und erklärte die Einflüsse der arabischen Herrschaft auf Gastronomie und Anbau in Andalusien.

Danach besuchten wir die Nasridenpaläste mit ihren beeindruckenden Fassaden und filigranen Dekorationen. Schließlich stiegen wir auf einen Turm im Festungsbereich der Alhambra. Von diesem bot sich ein perfekter Blick auf die Stadt und die schneebedeckte Sierra Nevada. Später blieb Zeit zum Bummeln, Eis essen oder Kaffeetrinken. Den späten Nachmittag verbrachte wir dann mit unseren Austauschpartnern, nahmen an ihrem Alltagsleben teil, ließen uns ihre Lieblingsorte Granadas zeigen oder begannen mit den Interviews für unser interkulturelleres Tagebuch.

Auf dem Wachturm der Alhambra
Auf dem Wachturm der Alhambra

Am Mittwoch fuhren wir früh los gen Süden. Unterwegs sahen wir die typischen Plantagen und Gewächshäuser der Region – nicht umsonst ist mancherorts vom „Plastikmeer“ die Rede. Erstes Ziel war Frigiliana, ein malerisches, weißes Dorf mit mediterranem Flair. In einer Honigfabrik erfuhren wir, wie der für die Region typische Zuckerrohrhonig hergestellt und verwendet wird und bekamen sogar ein Rezeptheft sowie kleine Kostproben.

Im weißen Dorf Frigiliana
Im weißen Dorf Frigiliana

Weiter ging es zu den Tropfsteinhöhlen von Nerja. In der imposanten Kulisse der Höhle lernten wir mithilfe eines Audioguides viel über deren Entstehung und Vorgeschichte. Danach ließ uns ein 360-Grad-Film in VR über Nerja „schweben“ und verborgene Winkel der Höhle erkunden. Zum Abschluss verbrachten wir Zeit im Städtchen Nerja direkt am Meer: In Kleingruppen erledigten wir unsere Aufgaben zu Gastronomie und Tourismus und gönnten uns danach Strandluft und Eis in den Gassen.

Am Balcón de Europa in Nerja
Am Balcón de Europa in Nerja

Am Donnerstag erkundeten wir den ältesten Stadtteil Granadas, das Albaicín, dessen verwinkelten Gassen und weiße Häuser die einzigartige Mischung von arabischen Einflüssen und spanischen Traditionen widerspiegeln. Über die Hügel stiegen wir hinauf zum Sacromonte, das traditionelle Viertel der Gitanos (spanische Roma). Dort bekamen wir zuerst Einblicke in die Kunstform des Flamenco. Entstanden aus andalusischer Volksmusik und der Folklore der Gitanos, drückt er mit Tanz, rhythmischem Klatschen und Stampfen, Gesang und Gitarrenmusik tiefe Emotionen wie Schmerz, Freude oder Leidenschaft aus. Danach durften wir selbst die Basisschritte und eleganten Handbewegungen ausprobieren – was gar nicht so einfach war! Der Sacromonte ist weiterhin bekannt für seine Cuevas, weiß getünchte Höhlenhäuser, die in den Berghang gehauen sind. Das Höhlenmuseum des Sacromonte zeigte uns die Lebensweise und Handwerkkunst der Gitanos vom 15. Jahrhundert an bis heute.

Am Freitag arbeiteten wir mit unseren Austauschpartnern am Erasmus+-Abschlussprojekt.

Nach einem Quiz zu Lebensmittelkonsum und EU-Regelungen bereiteten wir eine Ausstellung zum Thema Ernährung vor: Wir gestalteten Plakate zu verschiedenen Lebensmitteln – von Produktion über ökologische Herausforderungen bis zu Rezepten – und setzten spanische Redewendungen rund ums Essen kreativ für die Deko unseres interkulturellen Abends um.

Am Schulzentrum Alhambra besichtigten wir den von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung betriebenen Schulgarten und durften dann selbst zum Kochlöffel greifen und Tortillas zubereiten. Das Wenden des gebratenenKartoffelomeletts war eine größere Herausforderung als gedacht, doch der Geschmack überzeugte. Am Abend war dann endlich Fiesta-Zeit! Nach einer faszinierenden Flamenco-Vorführung feierten wir gemeinsam. Auch die Leckereien der Gastfamilien waren „buenísimas“!

Tortilla zubereiten- gar nicht so einfach
Tortilla zubereiten- gar nicht so einfach

Den Samstag verbrachten wir mit unseren Gastfamilien, gingen in der Stadt shoppen oder unternahmen spannende Ausflüge ans Meer oder in die Berge und führten die Interviews für unser interkulturelles Tagebuch weiter.

Am Sonntag traten wir gegen 13 Uhr unsere Rückreise an und somit endete eine sehr schöne und ereignisreiche Woche!

                                                                   Julia von Drach, Katharina Gericke, Lilly Huschka, Samuel Marteau, Emma Wolters (10F) und 

                                                                                                                                                                  Lisa Stengel, OStRin(Organisatorin)

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